die Skulpturen

„Wer immer nach dem Zweck der Dinge fragt, wird ihre Schönheit nie entdecken.” (Laxness)

Jedes Jahr werden zukünftig 2 Skulpturen ausgewählt und auf dem Etikett der jährlichen Sonderedition abgebildet; diese Edition umfasst einen ausgewählten Rot- und einen besonderen Weißwein, das Pärchen gibt es in einer trockenen und einer milden (halbtrockenen) Variante, jede Weinflasche ist nummeriert, es ist eine einmalige Sonderserie im jeweiligen Jahr.

Die Skulpturen stehen alle im eigenen Garten an ausgewählten Orten, die verarbeiteten Materialien sind Stein, Holz, Glas und Metall.

 

Skulpturen 2020

„Torso custodis con corde ex vitro verde“ – Armer Ritter mit einem Herz aus (grünem) Glas 

 

 

Skulpturen 2015

 

Der Impakt

    

      

 

Schutzengel

  

Skulpturen 2014

DIALOG


Erstellt: August 2009
Material: 8 scharfkantig gesägte Eichenbalken, 15 x 15 cm
Weißglas – Streifen unterschiedlicher Länge, 10 x 2 cm als Dreierbündel mit Distanzzylindern mit 4 cm Abstand
3 indische Quarzit-Rohtafeln, gelb, 175 x 93 x 3 cm
Maße: ca. 200 x 170 x 200 cm

Die Eichenbalken waren der Anlass der Gestaltung, der Schönheit des honigfarbenen Holzes, der Schwere und Stärke der Balken im Raum eine Gestalt zu geben das Ziel, Leichtigkeit durch Licht die verbindende Idee.
Der Gegensatz von Schwere und Leichtigkeit wird durch die Materialien Eiche und Glas thematisiert, die ein kubisches Konglomerat mit horizontalen, vertikalen und diagonalen Linien mit Flächen in Quadrat-, Rechteck- und Rautenform bilden. Kombiniert mit gleißend hellen Linien, dunkleren Schattenstreifen oder kleinen regenbogenfarbigen oder türkisfarbenen Lichtreflexionsflächen – kein geschlossenes Volumen einer „Kernplastik“ und doch impulsive Wahrnehmung von Raum und Licht mit dieser Eiche – Glas – Komposition auf drei Ebenen.
Unterschiedliche Personen, Aufgaben, Meinungen etc. stehen sich - beispielsweise -anfänglich gegenüber, die Idee oder „der rote Faden“ zieht sich durch die komplette Interaktion oder das ganze Gespräch, die verschiedenen Aspekte des gleichen Themas werden beraten, analysiert usw. und das gemeinsame Ziel herausgearbeitet. Die beste Antwort oder die qualifizierteste Lösung für die anfängliche Ausgangsproblematik ist das Fazit dieses konstruktiven Dialogs, dieses gemeinsamen Optimierungsbemühens, es ist Evolution oder ganz abstrakt die Idee des Lebens: Der nie endende dialektische Prozess von These – Antithese – Synthese oder Chaos – Entwicklung – Resultat.
Anfangs und auf unterer Plattenebene stehen mittig zwei ganz unterschiedliche Balkenvierecke als liegende Rechtecke rechtwinklig und ineinander verschränkt, eins ist nur zur Hälfte sichtbar, das andere wird durch ein Dreierbündel horizontaler Glasstreifen, schmalseitig hochkant stehend durchbrochen, das auf der oberen von drei Ebenen ruht und praktisch alle Ebenen miteinander verbindet. Auf dieser mittleren Ebene steht jetzt an den Rand gedrängt ein kleiner, klar erkennbarer quadratischer Balkenrahmen und zwei große, unterschiedlich lange und schräg zueinander geneigte Einzelbalken, die sich optisch kreuzen, ohne sich tatsächlich zu berühren, sie dominieren das gesamte Bild. Der Längere „trägt“ seitlich zwei Dreierbündel horizontaler, flachliegender, rautenförmig geschichteter kurzer Glasstreifen, der andere duckt sich berührungsfrei unter diesem hindurch und lehnt sich schon auf das Rechteck auf der oberen Ebene an. Auf dieser oberen Ebene steht ausschließlich dieses eine Rechteck im Hochformat, zwischen seinen Balken füllt ein Dreier-Glasstreifenbündel, vertikal und rautenförmig ausgerichtet, den lichten Raum aus. Dieses Glas ist im Eichenbalkenrahmen bündig und vollständig integriert, die Position dieses Balken-Glas-Objekts ist den anderen Elementen auf der mittleren und unteren Ebene wie „zugewandt“.
Aller Lebens-Untergrund ist nicht geschliffen und glatt – auch dieses Balken-Ensemble ruht auf drei horizontalen und kaskadenartig angelegten gespaltenen quarzitischen Rohtafeln, deren Oberfläche diesen „Lebensbezug“ dezent andeutet.
Kunst im Dialog, „Dialog“ als Kunst, eine Skulptur für Kultur, auch im Dialog, ein Beispiel für Dialektik des Lebens in Eiche und Glas.


Gegenläufige Wellen am Teich - K III

Erstellt: August 2007
Material: Sockel aus gebürstetem Edelstahl mit innenliegenden 1-Watt-Strahlern
3 Grünglasscheiben, ca. 35 x 200 x 1,9 cm, mit polierten Kanten, zueinander parallel und freistehend
Maße: 210 x 70 x 55 cm

Aus drei zweidimensionalen, durchsichtigen, senkrecht stehenden Glasflächen mit kaum wahrnehmbaren unterschiedlichen Außenrändern erwächst eine stille und zurückhaltende Skulptur am Ufer eines natürlichen Teiches: Sie schafft eine kunstvolle Aura, weil zur Materialwahl und Dimensionierung sowie dem reizvollen Standort direkt am Wasser die Inspiration der Formfindung hinzutritt. Die künstlerische Botschaft erreicht den Betrachter maßvoll, werthaltig und technoid.
Frost lässt die Glasflächen am Tag wie Milchglasscheiben aussehen – jetzt nicht mehr durchsichtig, jetzt nur noch durchscheinend - der Auftauprozess schafft dann immer andere, unerwartete Impressionen. Die punktuellen Lichtreflektionen der Sonnenstrahlen auf den Außenkanten bei bestimmten Einfallswinkeln können intensiv und gleißend hell sein – Licht-Design als spannendes Zufallsprodukt.
Der spielerisch-entdeckende Blick des Betrachters kann frei durch die Skulptur oder durch eine, zwei oder drei Scheiben gehen – man erlebt eine leichte Intensivierung des Grüntons durch die optische Überlappung und minimale Nuancen der Durchsichtigkeit - zarteste, geschwungene Linien in grün oder weiß begleiten den Blick.
Bei Nacht werden die Glasscheiben durch im Sockel liegende Leuchten angestrahlt: Die Außenkanten leuchten ganz dezent wie vom Wind bewegte grüne Seidenfäden. Die Scheiben schimmern an ihrer Basis in einem warmen Gelbgrünton, der Farb- und Lichtverlauf nimmt auf ca. 40 cm Länge nach oben hin kontinuierlich ab, darüber herrscht mit Ausnahme der polierten Kanten nächtliche Dunkelheit – hier nimmt der Betrachter eine Richtung von unten nach oben wahr, abperlende Regentropfen haben ggf. eine gegenläufige Richtung. Die vom Wind bewegten horizontalen, natürlichen Wellen auf der Wasseroberfläche des Teiches korrespondieren Neugierde weckend mit den vertikalen, gegenläufigen Wellenlinien der Glasflächenaußenkanten.

Was ist das für eine Plastik, die – ob Tag oder Nacht, immer unterschiedlich – teilweise unsichtbar ist, weil der Blick glasklar hindurchgeht und man sie erst durch Hinweis, Zufall oder auf den 2. Blick zunächst sieht und noch viel später erst erkennt? Hier ist Achtsamkeit vonnöten, dieses rar gewordene Gut in unserer schnelllebigen, egozentrischen und gleichgültigen Zeit. Wie sie aussieht? Um es bildhaft zu machen: kein Paukenschlag, kein Klavierakkord, kein tosendes Meer – vielleicht ein leichter Sommerwind in einer Birkenkrone, Bienensummen über Wiesenblumen oder leichtes Wellenschlagen in der Mittagshitze – so sieht sie aus und immer anders.
Ein hintergründiges und unaufdringliches Spiel mit materiellen und immateriellen Gegensätzlichkeiten am selben Ort: Licht, Farben, Durchsichtigkeit, Reflexionen und Richtungen, glatte Flächen dreier mannshoher Scheiben, begreifbare Kurvenlinien aus hartem Glas - und Wellen aus Wasser, alles anders… Wellenlinien – fallend, steigend - jede anders, wir spüren der Ruhe und Ästhetik nach und fragen nach dem Sinn dieser silhouettenhaften Linien …


 

Skulpturen 2013

FONTÄNE

Erstellt: August 2005
Material: Edelstahlstäbe und -rohr, Glaskugeln
Maße: 40 x 40 x 120 cm

Eine Frage im Spannungsfeld zwischen alltäglicher Funktionalität und schönem Design: Wie kann der Ort um den
kleinen Granittrog zwischen tieferliegender Wiese und Hausterrasse, der zum einen das freifallende Regenwasser –
tröpfelnd, fließend oder speiend - eines kleinen Vordachs aufnimmt, zum anderen aber auch durch einen kaschierten
Hauswasseranschluss gespeist wird, attraktiv gestaltet werden ?
Ich montierte auf einem nicht sichtbaren Betonsockel eine Edelstahlschweißkonstruktion aus vielen Stäben
unterschiedlicher Länge und Durchmesser um ein senkrechtes, mit einem Hauswasseranschluss verbundenen
wasserführenden Edelstahlrohr, das oben halbkreisförmig umgebogen wurde, damit das austretende Wasser
in den Trog fließen kann. Jeder Edelstahlstab trägt auf seiner Spitze eine aufgesteckte Glaskugel, zwei rote,
drei dunkelblaue und vier türkisfarbene und viele klare Kugeln unterschiedlicher Größe assoziieren das Bild mit
hervorsprudelndem Quellwasser aus großer Tiefe. In die kreisrunde Basisplatte sind zwei weiße und ein blauer
LED-Strahler eingelassen, sie tauchen nachts die Szenerie in kaltes Licht. Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage:
eine kleine Fontäne bereichert seitdem unseren Garten.
Optisch und funktional wurde die Trennung zwischen Terrasse und Wiese durch ein Ensemble von senkrecht gestellten
Kanthölzern unterschiedlicher Länge erreicht, die an eine Basalt-Landschaft vulkanischen Ursprungs - schon lange erkaltet –
erinnern. Hier sprudelt diese kleine Fontäne mit mineralreichem Thermalwasser empor, das im steinernen
selbstbehauenem Trog aufgefangen wird. Natürliche Sukzession - die Basaltstelen sind schon lange von wildem Wein –
im Herbst feuerrot eingefärbt - überwuchert und suggerieren tiefste Wildnis …
Ob Wasser zum Blumengießen oder zur Gummistiefelsäuberung gebraucht wird – mit Wasser, das just aus
großer Tiefe unserer Erde hervorsprudelte, geht es einfach schöner.

 

Wendelungen
licht ∞ leicht ∞ luftig

 

Erstellt: Juli 2010
Material: Weißglas, 20 mm
Edelstahlrundstäbe und gebürstete Edelstahlbleche
verzinkter Stahl und rostendes Stahlblech
Außenmaße: o,90 x 1,90 x 1,90 m

Als Wendel bezeichnet man eine auf- oder absteigende Konstruktions-Kreislinie, die mit geraden Strecken kombiniert
werden kann: Steigung / Gefälle sind zusätzlich mit einer Richtungsänderung verbunden.
Ich bog einen Stab zu gleichen Teilen fünfmal im rechten Winkel, allerdings änderte ich bei der dritten Biegung nicht
nur wie vorher die Richtung, sondern auch die Ebene mit einer Viertelkreisbiegung - eine mehrfach die Richtung ändernde
Gerade verlässt die zweidimensionale Ebene und wird im dreidimensionalen Raum fortgeführt. Vier Viertel ergeben ein
Ganzes und mich interessierte die Frage, was passiert mit vier identisch gebogenen Stäben, wenn sie
zusammengeschweißt werden – und ich erkannte sie nicht wieder…
Durch dieses „Ensemble“ schwingen zwei parallele, gebogene Stäbe und halten sie in der Luft wie bei einem Drahtseilakt:
offen, licht, leicht – Balance im Freiraum auf zwei silbernen Linien… Mit einem quadratischen Außenmaß von 1,50 x 1,50 m
und im Abstand von 0,50 m stehen sich zwei senkrechte Weissglasscheiben mit ihren Schmalseiten gegenüber, diese
Innenseiten sind jeweils konkav ausgeschnitten. In 1,30 m Höhe dienen sie mittels eingelassener Zylinder als Auflagepunkte
für die Bögen und sie umschließen das Innere der Skulptur wie schützende Hände.
Es gibt eine räumliche und inhaltliche Trennung in dieser Skulptur: oberhalb der Grasnarbe ein leichtes, offenes und gebogenes
Drahtliniengebilde, mittig zwischen zwei Glasscheiben schwebend, unterhalb der Erdoberfläche ist die verzinkte, über Kreuz
verstrebte Halterung für die Glasscheiben zu sehen. Hier ruhen auch die beiden Hochvoltstrahler auf zwei horizontalen
Gewindestäben über dem gewölbten Schotterbett. Der offene Fundamentbereich ist gegen das umgebende Erdreich mit
einem spundwandartigen rostigen Rahmen geschützt.
Die horizontale Trennung zwischen Oben und Unten, zwischen ausbalancierter Ästhetik und sichtbarer Funktionalität wird
mit zwei, links und rechts den Scheiben anliegenden, 150 m langen Abdeckungen aus gebürstetem Edelstahlblech erreicht,
die jeweils nach außen konvex gebogen sind.
Das haltende Edelstahlbogenpaar, die zwei innenseitig konkav ausgeschnittenen Glasscheiben und die beiden einseitig
konvexen Abdeckbleche haben die gleiche Bogenform mit einer max. Tiefe von 200 mm.
Zwischen den stehenden Glasflächen und oberflächenbündig mit den Abdeckblechen ist ein Glasstreifen eingesetzt.
Unter diesem leuchten nachts die beiden Strahler und illuminieren die Skulptur, klares Glas, silberner Stahl und ein
changierender Farbhauch zwischen grellweiß und zartem türkisblau auf den leuchtenden Scheibenaußenseiten,
Reflexionen an der Hauswand und Farben in der Nacht vertiefen die eigenen Impressionen.
„Wendelungen“ bildet Gemeinsam- oder Gegensätzlichkeiten mit den Skulpturen „Quadratur des Kreises“,
„komplementäre Variation I“ und „- II“. Zusammen bilden sie ein Quartett ohne Hierarchie, wenn auch eine Entwick lung
der Formen, der Ausarbeitung der Darstellungen und ihres Zusammenwirkens wahrnehmbar ist - eine evolutionäre
Optimierung in vier Teilen an einem Ort:
• drei Bogenpaare, konkav und konvex,
• Flächen und Linien: linienhaft mit Edelstahlstäben, flächig mit Glas und Edelstahlblech, keine kubischen Formen,
• Symmetrien in zwei Ebenen,
• das Quadrat dominiert, Dreieck-Formen fehlen,
• Querteilung in einen oberirdischen und einen unterirdischen Teil, jeweils mit zwei verschiedenen Materialien ,
• sichtbare Konstruktion und demonstrative Funktionalität bis in die Erde hinein,
• schwebende Harmonie, filigrane Silberlinien und dezente Klarheit.

 

Skulpuren 2012

Complementäre Variation
CV I

Erstellt: Februar 2007
Material: Eisenplatten, rostend, nichtrostender Stahl, gebürstet, Materialstärke 5 mm,
Granitkugel, schwarz, blankpoliert, Durchmesser 100mm,
Höhe: 1,70 m

Eine (be)greifbare Darstellung von 3 sich durchdringenden Energien in 3 verschiedenen Richtungen und in einer unendlich kurzen Momentaufnahme:
• schräg von oben schlägt das rostige Dreieck „wie ein Blitz“ in die Wiese ein,
• die silberfarbigen Schwingen queren und durchdringen diesen „Blitz“ auf einer Kreisbahn, im Querprofil nur eine zarte Kurvenlinie,
• der senkrechte Fall der massiven Kugel wird durch beides im Kreuzungspunkt gestoppt.
Der Einschlagpunkt auf der Erde wird zum Brennpunkt – die Punktbeleuchtung verleiht der Skulptur auch nachts einen warmen, rostbraunen Farbton fast wie tagsüber.
Wenn Niederschlag bei kalter Luft auf den eingeschalteten Strahler fällt, entsteht Wasserdampf – die Assoziation eines einschlagenden Blitzes drängt sich auf.
Diese Skulptur ist die komplette Gegensätzlichkeit zur Skulptur „Quadratur des Kreises – O2, was zu ihrer Betitelung führte:

02 CV1
geometrische Körper geometrische Flächen
rechte Winkel, Viereckflächen Dreieckflächen
statische Erscheinung dynamischer Eindruck
Würfel aus zugehörigem Material Kugel aus schwarzem Granit, glänzend,
der einzige geometrische Körper
zwei Steinsorten zwei Metallsorten
hell, dunkel rostbraun, silberblank
drehbar, mit Standfläche fixiert, beleuchtet,
abnehmender Lichtverlauf bis in die Dunkelheit
Einzelelemente Dreiecke, Kreisflächenabschnitte, -ausschnitte = alles zweifach vorhanden
unsymmetrisch symmetrische Hälften,
nur durch die aufliegende Kugel verbunden
gemeinsam ist der gleiche Durchmesser von Würfel und Kugel und ihre Ausschnittöffnungen.

Complementäre Variation
CV II

Erstellung: März 2009
Material: blankpolierte Edelstahlrohre, 12, 24 und 42 mm Ø
Maße: 65 x 65 x 130 cm

Die formalen Gestaltungsmöglichkeiten fußen auf folgender „ansteigender“ Struktur, beginnend mit: Punkt – Linie – Fläche - Körper – Farbe - etc.
Weil die „Schwester-Skulpturen“ „O2" mit geometrischen Körpern und „CV I“ mit Flächen und beide mit „ Farbe“ schon präsent waren, ging es jetzt um die gleichzeitige Auflösung und Synthese: Von Körper und Fläche, von Würfel und Quadrat, von Pyramide und Dreieck – das Pendant durfte nur mit Linien konstruiert werden und nur mit einem Material und in einem Farbton, die noch nicht vorkommen.

Die Reduzierung auf das Minimum steht an erster Stelle: Nur wenige der tatsächlichen Seiten der geometrischen Körper werden angedeutet. Diese Skulptur ruht wie selbstverständlich und horizontal ausgerichtet auf den ungeordneten Schottersteinen des Teichufers, ein Schenkel des zum Teich gewandten Dreiecks schwebt 20 cm über der Wasseroberfläche, der andere steht im Wasser – eine andere Positionierung als bei den o.g. Skulpturen.
Der Clou bei dieser Skulptur ist die vollständige Spiegelung der kompletten Konstruktion auf der Wasseroberfläche - der Teich wird so zum Teil der Skulptur. Die Symmetrie bei „CV I“ liegt in zwei greifbaren Hälften aus Metall, hierbei wird sichtbare Energie in Form von Lichtstrahlen zurückgeworfen. Der Realeindruck und das Spiegelbild haben einen gemeinsamen Verbindungspunkt beim Wassereintritt der langen Dreieckseite, es wird auf der Wasseroberfläche durch Wind und Wellenschlag verzerrt, Seerosen und Wollgras überwachsen es teilweise, Wolken ziehen vor hellblauem Himmel hindurch – die silberglänzende Reflexion als Variable.
Zwei Kreisbogen-Abschnitte und ein Parabelbogen akzentuieren gedachte Hilfspunkte und greifen das Element des Kreisbogens der „Schwester-Skulpturen“ in anderer Weise auf.
Ich persönlich erlebe den schönsten Blick auf „CV II“ von der gegenüberliegenden Teichseite, wenn der im Wasser stehende Dreieckschenkel den tiefsten Punkt der Parabel kreuzt und die Kreisbögen wie in einem dreieckigen Rahmen zu sehen sind.
Alle drei genannten Skulpturen stehen in einer dreieckigen Anordnung, ca. 8 m voneinander entfernt am Teich – und ein Jahr später wurde aus der Trilogie ein Quartett…

Skulpuren 2011

O2
Quadratur des Kreises
Quadrate und Kreise
Kreise im Quadrat
jeder, wie er mag.

Erstellung: März 2008

Ein kubisches Ensemble aus gleichen, sich ergänzenden und gegensätzlichen Teilen oder Eigenschaften.


Material: Elbsandstein, hellbeige und Granit, tiefschwarz

Außenmaß: 650 x 650 x 320 mm
auf einem Stahlstab, Ø 40 mm, ca. 250 mm über Grund ruhend

Grundplatte: 650 x 650 x 40 mm

Aufstellung: 24. August 2006


Eine kleine, unauffällige und fast 1 m hohe Steinskulptur, die aus zwei verschiedenen Gesteinsarten besteht; sie sind hell und dunkel, matt-hellbeige und hochglänzend schwarz, sie bilden Inhalt und Rahmen; sie sind kubisch und massiv, gleichzeitig offen und nicht geschlossen als Einzelteile und als Gesamtwerk gestaltet; nicht fortzubewegen, aber drehbar, statisch und dynamisch, aktiv und passiv – fiel der Würfel, rollt die Steinscheibe und wird jetzt gebremst?

Wir erkennen – beides jeweils nur einmal - eine deutliche horizontale Ebene in der Grundplatte, auch wenn sie nur als dienende Standfläche wahrgenommen wird, ist sie deshalb ein wichtiger Bestandteil der vierteiligen Skulptur und eine vertikale Ebene in der stehenden Rahmenkomposition, beide mit den gleichen Außenmaßen von
650 mm im Quadrat.
Die geometrischen Grundformen Kreis und Quadrat dominieren das Bild.

Ist der Würfel - aus dem Innersten der Skulptur herausgeschnitten – der Mittelpunkt und halten die hellen und schwarzen Formen um ihn herum die Balance?
Dieser kleine Würfel – das Eckige aus dem Runden – ist als dritter Einzelbaustein der einzige geometrisch-vollständige Körper; er steht ausgerückt und parallel zum Rahmen auf dessen Innenseite, an einer gedachten Verbindungslinie mit dem oberen Rahmenendstück.
Der Ursprungsort des Würfels mit seiner Kantenlänge von 120 mm ist nur fast im Aussschnitt des ehemaligen Schleifsteins mit seiner Breite von 100 mm zu finden – tatsächlich sind nur die Quadrate identisch.

Die hellen und schwarzen Flächenanteile sind nicht gleich groß, nicht ausgewogen, nicht in der Waage und dass die gewichtigere Steinscheibe erhöht steht, soll verwundern, aber gewichtsmäßig sind die Massen auf Grund der unterschiedlichen physikalischen Dichte der Steine fast in der Balance, weil der Rahmen mit Absicht entgegengesetzt gekippt ist. Wegen dieser Lage gibt es, mit Ausnahme der Grundplatte, nur fast waagerechte und senkrechte Linien oder Flächen.

Nicht das Waage-Bild, sondern die Assoziation mit der Schiefen Ebene erhielt den Vorzug, um die Bewegung des Steins zum Ausdruck zu bringen.
Das verwandte Zentimetermaß beträgt 65 im Quadrat, in der horizontalen wie auch in der vertikalen Ebene und ist es Zufall oder Bestimmung einer heimlichen Hommage an Bob Dylans Song „Like A Rolling Stone“ - er ist 6 Minuten und 5 Sekunden lang,
wurde `65 in N.Y. aufgenommen und einer amerikanischen Umfrage 2004 zufolge
zum „Greatest Song Of All Time“ gewählt.

Schlichte Steine und legendäre Musik, die vor fast einem halben Jahrhundert um die Welt ging, sind auf diesem kleinen Wiesenfleck fast unhörbar zusammengekommen.

Der geometrische Komplementär vom Würfel ist die Kugel, hier aber steht aufrecht ein ca. 100 Jahre alter Schleifstein als flacher Zylinderabschnitt.
Dieser Schleifstein wurde geschnitten... - und nicht rechtwinklig, sondern schräg angeschnitten, wobei der Winkel derart gewählt wurde, dass die Frontalfläche bündig mit der Rahmenaußenfläche steht und ihre Breite das Seitenmaß des Würfels oder des Rahmens wiederaufnimmt, augenfällig sind nun die beiden parallelen, aber tangential reduzierten Kreisflächen.

Die Steinscheibe ist ausgestellt, damit sie in den gedachten quadratischen Rahmen passt und so wird sie gleichzeitig zu einem Teil des unvollständigen Rahmens – eine Integration der Gegensätze, Kreis und Quadrat ergänzen einander.
Obwohl es sich hier um kubische Formen einer dreidimensionalen Skulptur handelt, nähert sich der Betrachter über zweidimensionale Flächen-Begriffe wie Kreis oder Quadrat der Beschreibung der Bauteile, ihrer Anordnung und ihren inneren Beziehungen.

Die um die eigene Achse drehbare Skulptur „zeichnet“ – sie sind nur dank unserer Vorstellungskraft vorhanden - auf der Grundplatte die einzig vollständigen, wenn auch unsichtbaren Horizontalkreise.
Wird die Skulptur täglich um 1° weitergedreht, sieht der Betrachter am gleichen Standort jeden Tag fast ganzjährig ein anderes Erscheinungsbild des gleichen Objekts.

Es ist eben nur fast alles auf den ersten Blick so, wie es scheint :

wir sehen
klare reale kubische Körper, geometrische Flächen, unsichtbare Linien und einen Hauch von Farbe,

dabei ist
manches vertauscht, unvollständig, schräg, gekippt, ausgestellt oder versetzt, angeschnitten, ausgeschnitten, herausgefallen und angelehnt,

und freuen uns über
zarte Impressionen zwischen Imagination und Dreidimensionalität,

also
ein fast konträres, komplementäres und kompatibles Konglomerat - und jeder, wie er mag .

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Dreieck - Variationen – kleine hommage an Kölle
Erstellung: März 2008

Die Schönheit der Geometrie – das sind Flächen, Linien, Parallelen und Überschneidungen, die neue Flächen hervorbringen. Mit mathematischer Exaktheit und ohne Ausnahme dominiert die gerade Linie, nur Länge und Richtung variieren. Der Betrachter wird durch Lichtreflexionen in Fülle fasziniert, am Tage anders als bei Nacht, wenn durch unterirdisches und indirektes elektrisches Licht Farben in die Glasflächen projiziert werden.
Die Lichtbrechungen in den Flächen und den Glaskanten sowie die Reflexionen auf den Stein- und Glasflächen, die Farbverläufe, von kräftig bis pastellfarbenzart und ihre Vielfalt erstaunen den Betrachter und bewegen ihn, um die Skulptur zu gehen und immer wieder neue Blickwinkel zu erfinden.


Skulpuren 2010

Dreieck - Variationen – kleine hommage an Kölle

Erstellung: März 2008

Material: Weißglas, 20 mm, Granit - graphitschwarz, rau, 30 mm hellblau, glatt

Es ist die Konzentration auf eine einzige geometrische Grundform, sie ist das Thema und mit ihr wird mit mathematischer Exaktheit ein kleines Ensemble komponiert.
Aufkommende gedankliche Bilder an eine große rheinische Metropole sind nicht rein zufällig und vom Kunstschaffenden ausdrücklich erwünscht, sie verleihen der Abstraktheit der Formen ein bisschen Charme und Witz.

Auf der Platte dominieren zwei schlanke gleichschenklige Glasdreiecke mit einer Höhe von
120 cm und assoziieren den Kölner Dom. „Rechtsrheinisch“ steht eine Zweiergruppe und „linksrheinisch“ gegenüber eine Dreiergruppe jeweils rechtwinkliger Dreiecke aus Weißglas.
Die längeren Dreieckseiten, die Hypotenusen zeigen in allen Fällen nach außen, diese Linien streben in ihrer gedanklichen Verlängerung zum höchsten Punkt, der vielleicht mittig über der Grundfläche liegt: aus Flächen und Linien wird ein geometrischer Körper, eine imaginäre dreiseitige Spitzpyramide mit weiteren Dreieckflächen.
Die Basis ist ein gleichseitiges graphitschwarzes Dreieck aus Granit mit 160 cm Kantenlänge,
diese Gesamtfläche ist in 1/3 : 2/3 in zwei ungleichseitige Dreieckflächen durch einen eingesetzten hellblauen Granitstreifen geteilt: dieser Rhein-Assoziation folgend – wie herrlich die Schaumkronen - und seiner Fließrichtung entsprechend ist die Skulptur real von Süd nach Nord ausgerichtet. Ein weiteres ungleichseitiges schwarzes Granitdreieck liegt strukturierend auf und tangiert mit seinen drei Ecken den „Dom“ und jeweils eine der Außenkanten; so schafft es in der Aufsicht weitere Dreieckformen und neue Licht- und Schattenzonen.

Alle möglichen Dreieck-Flächen – vertikal und horizontal zueinander aufgestellt – bilden ein dreidimensionales Szenario, es ist eine schlichte und gleichzeitig dekorative Installation, die mit Flächen, Linien und Licht spielt.
Die gläserne Komposition wirkt schlank, dünn und labil – aufgestellt für den Moment.
Tagsüber ganz klar und mit einem Hauch von himmelshellblau und fast zu übersehen, weil das Auge „durchblickt“, nächtens ungezählte dezente Pastellfarbtöne zwischen Weiß, Rot und Dunkelblau, unaufdringlich und faszinierend, Harmonie in Form und Farbe führt zur Balance zwischen Intellekt und Emotion.

Durchblicke concave Kurven auf quadratischen Balken


Erstellung: März 2009
Material:
1. 5 Edelstahlrohre, rund, 40 mm, gebürstet
( 2 Kreisbogenabschnitte, 3 Parabeln, 6 Schweißkontakte)
2. Douglasienbalken 12 x12 x 200 cm, gehobelt, unbehandelt
Maße: ca. 200 x 200 x 200 cm


Konstruktionselemente sind ausschließlich die geometrischen Grundformen Kreis und als Antagonist das Quadrat – Fragmente davon werden als Linien in Form eines hölzernen Gitters oder als metallene Bögen scheinbar mit spielerischer Leichtigkeit aneinandergefügt.

Die imaginären Flächen zwischen den sich kreuzenden Linien suggerieren mehrere stilisierte Augen. Und es ist nicht das Resultat intellektueller Fähigkeiten oder intensiven Bemühens – es trifft für alle gleichermaßen zu – es gibt alternativlos nur die eine Möglichkeit: durchzublicken.
In der fotografischen Darstellung ist der „Blick in die Tiefe“ oder „hinter die Gründe“ umgesetzt.

Eine durchbrochene, Durchblick gewährende Standfläche unterstreicht diese Vorstellung.
Das 2 x 2 m-Fundament „schwebt“ auf verdeckten 4 Punkten ruhend ca. 20 cm über der Rasenoberfläche, was etwas verfremdend der Balkenschwere entgegenwirkt.
Die Balken sind in einer horizontalen Ebene rechtwinklig miteinander verbunden, die Innenflächen bilden - mit einer Ausnahmezone - unterschiedliche quadratische Variationen, überwiegend im Maß 40 x 40 cm, abnehmend bis 5 x 5 cm Innenfläche; hier erkennt der Betrachter einen diagonalen Strukturverlauf von eng und dicht verlegter Holzmasse zu größer werdenden Zwischenräumen, die sich nach außen hin öffnen.

Anfangs herrschte noch der rötlichen Farbton der Douglasiebalken vor. Bald werden die Zellinhaltsstoffe des Holzes durch UV-Strahlen gelöst und durch Regen ausgespült sein und ein milder Silbergrauton wird sie überziehen; so findet fast unmerklich durch Verwitterung eine farbliche Annäherung an die Edelstahldarstellung statt.

In der Vertikalen schwingen die parallel zueinander stehenden Parabeln gegenläufig auf und ab. Zwei Kreisbögen - ebenfalls parallel und gegenläufig zueinander - verbinden in der horizontalen Ebene, alle Bögen sind an 6 Kontaktpunkten miteinander verbunden, eine Symmetrie kommt nicht vor, die Außenmaße greifen die Grundform des Quadrats auf und deuten auf einen Würfel.

Zum einen spürt man die Dynamik und Leichtigkeit der silberglänzenden Kurvenlinien, zum anderen ist die Schwere und Starrheit des Balkenfundamentes unübersehbar,
nichtrostende runde und gebogene Edelstahlrohre gegen verwitternde, quadratische, massive und gerade Holzbalken - diese Gegensätzlichkeiten erzeugen eine zarte Grundspannung bei der Betrachtung der Skulptur.
Das Wesentliche ist der tatsächliche Durchblick des Betrachters und sein Vergnügen dabei: die rationale Konstruktion erlaubt den Blick auf und durch ein stilles Werk poetischer Ästhetik.



Skulpuren 2009

Richtungsweisende Skulptur (2004) – meine „Erste”, auf den Rotweinen der Edition

Die Geschichte begann im Mai 2004: ich fand einen Grauwackewürfel mit einer durchgehenden Bohrung.

Die Richtung – Die Lage
Diese "richtungsweisende Skulptur" auf Silbersand im Stahlring zeigt mit einem leicht ansteigenden Kristallstab in Ost - Westrichtung und – die zweite steil aufrecht stehende Glasstange im Kreiszentrum - in Nord – Südrichtung und gleichzeitig auf den zenitären Sonnenstand am 22.Juni jeden Jahres.
Durchmesser und Gesamthöhe der Skulptur sind mit jeweils 120 cm gleich groß.
Senkrechte, waagerechte und viele weitere Richtungen als gedachte Linien kommen vor. Vom kleinsten Sandkorn bis zum 140 kg schweren Grauwacke-Sandstein liegen alle Objekte im Kreis; der große Stein als auch eine Glasstange überragen einmal den Kreisrahmen - der Mittelpunkt der horizontalen Kreisfläche aus hellem Feinsand bleibt unangetastet und frei: Rahmen werden gesprengt, Konzentrik gibt es nie.
Die aneinanderliegenden Glasstangen, der aufliegende Brocken, der eingesunkene Rohrabschnitt, die in unterschiedlichen Richtungen und Ebenen Sand und Stein durchdringenden Glasspeere, die sich in 30 cm Höhe und nicht mittig über dem Sandkreis kreuzen – jedes Element für sich, gleichzeitig und zusammen.

Die kreisrunde Skulptur liegt am Ende einer halbkreisförmigen, handgeschichteten Trockenmauer aus Grauwackesteinen und ist eine von drei - im Dreieck liegenden und mehr als 20 m voneinander entfernt liegenden - Grauwacke-Anordnungen:
-eine kreisförmige "unbehandelte" Großsteinanordnung,
-dieser wenig manipulierte Stein mit Kreisen und Licht,
-und ein kleines kubisches Ensemble - ein nach Osten ausgerichteter Pfeil - das aus vier komplett gesägten und polierten Granitsteinen in rot und schwarz besteht - ohne eine einzige Rundung, nur Richtung, Licht und Schatten.

Das Licht – Die Zeit
Der Grauwackeklotz ist vor ca. 400 Millionen Jahren bei großer Hitze in großer Tiefe in langer Zeit aus Sand entstanden, der Sand hätte dieses Schicksal noch vor sich - bis dahin wäre der Klotz schon lange wieder zu Sand geworden. Die menschliche Kristallglasherstellung hat vielleicht die Temparatur damit gemein, alles andere bleibt kaum vorstellbar.
Und wenn uns dann die Sonne lacht, dann kommt ein immaterielles Element hinzu: überraschende Brennpunkte!
Und diese Sonnenlichtfokussierungspunkte blitzen unterschiedlich stark und ganz unerwartet für den Vorbeigehenden auf und sind nur für den Innehaltenden etwas länger zu erleben – mit etwas Glück kommt noch etwas Farbe durch Lichtbrechung mit in´s Spiel, das nur kurz dauert: Fokussierung und Fraktion sind die spannenden und zufälligen Elemente – die Dynamik ist von kurzer Dauer, weil der Betrachter den Focus bei eigenem Verharren durch die Erddrehung wieder verliert..

Die Farbe – Die Form
Es gibt viele Grautöne, aber kein schwarz-weiß, es geht gleichzeitig um hell und dunkel auf kleiner Fläche.
Antropogene Flächen sind glatt im Gegensatz zu den amorphen Flächen der natürlichen Materialien.
Die natürlichen, fast glatten Flächen des Grauwackesteins auf der Ober- und Nordseite stellen einen Übergang her.
Wenn das Lichtspiel in den Kristallstäben das Zentrum der Skulptur ist, dann ist das größte Objekt - der Stein - der Kontrapunkt - und nicht der kleinste, der etwas abseits liegende polierte Glasrohrabschnitt,.
Es gibt verschiedene Kreisformen, die Stäbe, das Rohr, das Loch im Stein, durch die Zuspitzung der Glasstangen und durch die kugeligen Sandkörner unendlich viele: unterschiedliche Silicium-Verbindungen im Ring aus Stahl.

Offenheit in verschiedenen Richtungen steht einer kompakten Geschlossenheit gegenüber – leicht und schwer, hell und dunkel, vertikale und horizontale Linien im Spiel mit unendlich vielen Kreisen, in alle Himmelsrichtungen...
Und wenn sich dann unerwartet und nicht von langer Dauer Sonnenstrahlen gleißend im Kristall bündeln, erlebt der Betrachter die Faszination dieser Lichtskulptur.


Dreidimensionale Sinuskurve (2008) – auf den Weißweinen der Edition.

geschlossenes Bogenspiel auf einem Dreieck – mit Anfang, ohne Ende;

Raumharmonie durch Flächen mit Linien ;

Die “ 2 „ konstruiert Gegensätze: Edelstahl und Granit, silberhell und dunkelschwarz,
poliert und matt, reflektierend und abgrundtief,
zwei vertikale Seiten, die ihre nächste Umgebung unterschiedlich klar einbinden, schließen an die Seite an, welche sich horizontal in der Topografie des Standortes verläuft,

die „ 3 „ versöhnt diese Gegensätze: auf dem gleichseitigen Dreieck verschwimmen diese Polaritäten und führen zum Energieaufbau mit Linien und Flächen, mit Teilflächen und Überschneidungen: so erzeugen sie Momente der Konzentration und Entspannung.

Die Linien krümmen sich in diesem dreieckigen Spannungsfeld,
aber es gibt kein Entkommen aus diesen Grenzen - die Spannung bleibt –
und alles scheint so flach und friedlich ...